RSO = FECO-artiger Extrakt, den ich als "Temple of Green Elixir Cannabisöl" bezeichnet habe.
Der vollständige Cannabisextrakt hat viele Namen im Umlauf:
- RSO (Rick Simpson Oil)
- FECO (Full Extract Cannabis Oil)
- Phoenix Tears
In den meisten Fällen meinen wir dasselbe: ein sehr konzentriertes, mit Alkohol extrahiertes, dickes, schwarzes Cannabisöl, das nahezu das gesamte phytochemische Profil der Pflanze enthält (Cannabinoide, Terpene, Flavonoide usw.).
RSO erhielt seinen Namen, weil der kanadische Ingenieur Rick Simpson diese Methode nutzte, um Öl für sich selbst herzustellen, nachdem er für seine Kopf- und späteren Hautverletzungen keine Lösung in der offiziellen Medizin fand. Seinen eigenen Berichten zufolge linderte der sehr starke Cannabisextrakt seine chronischen Beschwerden, und er trug ihn auch auf ein Basalzellkarzinom auf. Daraufhin begann er, öffentlich darüber zu sprechen und das Rezept kostenlos mit der Welt zu teilen.
Wo unterscheiden sich RSO und FECO?
Der FECO-Artikel von Emily Kyle drückt es sehr klar aus: „RSO ist FECO… der Hauptunterschied ist das Lösungsmittel.“
- Das Originalrezept von Rick Simpson erwähnt Naphtha, Ether und später 99%iges Isopropylalkohol als Lösungsmittel.
- Die moderne FECO-Schule (z. B. Emily Kyle, Extractohol, NOIDS usw.) sagt ausdrücklich: Verwenden Sie nur lebensmitteltauglichen, hochprozentigen Getreidealkohol (Ethanol), da Naphtha und Isopropyl für den menschlichen Verzehr nicht sicher sind.
Technisch gesehen:
RSO = FECO-artiger Extrakt, nur arbeitet das klassische „RSO-Rezept“ oft nicht mit lebensmitteltauglichen Lösungsmitteln.
Das „perfekte“ Heimrezept geht heute in Richtung FECO:
- Dasselbe Vollspektrumöl, aber mit lebensmitteltauglichem Ethanol (Food Grade Ethanol),
- kontrollierter Decarboxylierung,
- und durchdachten Sicherheitsmaßnahmen.
Wer macht es wie? – RSO, FECO, Magical Tincture
1. Rick Simpsons klassisches RSO – Eimer + Reiskocher
Die Essenz von Rick Simpsons Originalrezept:
- Eine große Menge getrockneter Blüten wird mit Naphtha oder 99%igem Isopropylalkohol übergossen.
- Mit einem Holzlöffel wird das Harz herausgelöst.
- Es wird abgesiebt und dann das gesamte Lösungsmittel im Reiskocher verkocht.
- Am Ende wird das dicke, schwarze, klebrige Öl in Spritzen gefüllt.
Vorteil: Einfach, mit wenigen Werkzeugen machbar, ergibt einen sehr potenten Vollspektrum-Extrakt.
Nachteil / Problem: Isopropylalkohol und Naphtha sind keine lebensmitteltauglichen Lösungsmittel. Ihre Rückstände können giftig sein und sind für Öl zu medizinischen Zwecken definitiv nicht ideal.
2. Modernes FECO – Emily Kyle-Ansatz (Food Grade Ethanol)
Die moderne, „saubere“ Richtung denkt so:
- Sie möchte dasselbe Vollspektrumöl wie Rick Simpson.
- Arbeitet aber nur mit hochprozentigem, lebensmitteltauglichem Getreidealkohol (Everclear, 190–200 Proof).
- Decarboxyliert entsprechend dem gewünschten Cannabinoidprofil.
- Und verdampft den Alkohol mit sicheren Methoden aus der Tinktur.
Emily Kyle sagt konkret: FECO und RSO sind praktisch dasselbe Endprodukt, aber FECO wird mit Food Grade Alkohol hergestellt, während klassisches RSO oft mit Isopropyl oder Naphtha hergestellt wird, und Isopropylalkohol ist **NICHT** sicher zum Einnehmen und daher nicht für medizinisches Öl zu Hause empfohlen.
„Für die Zubereitung meiner eigenen Medizin verwende ich ausschließlich hochreines, lebensmitteltaugliches Ethanol als Lösungsmittel (z. B. mindestens 95 % vol. Ethylalkohol). Damit stelle ich sicher, dass keine technischen Lösungsmittelrückstände in das Endprodukt gelangen und ich das sauberste, vollständige Spektrumöl gewinne. Der gewählte Alkohol muss „Food Grade“ und nicht denaturiert sein, nur so kann eine sichere und effektive Extraktion gewährleistet werden.“
4. MagicalButter Tincture – wenn keine Lösungsmittelverdampfung erforderlich ist
Das MagicalButter-Rezept konzentriert sich auf die Herstellung einer Olivenöltinktur:
- Decarboxylierte Pflanze + Olivenöl.
- Die Maschine mischt und erhitzt bei niedriger Temperatur (55–71 °C) in einem 4–8-stündigen Zyklus.
- Am Ende wird es abgesiebt, und man erhält eine starke Olivenöltinktur, die so verwendet werden kann.
Dies ist kein FECO/RSO, sondern ein starker Olivenölextrakt, der weniger dickflüssig und einfacher zu dosieren ist.
Was macht ein modernes FECO/RSO-Rezept „perfekt“?
Wenn wir ein lehrreiches, anspruchsvolles und verantwortungsvoll verfasstes Rezept betrachten, würde ich heute Folgendes als „perfekt“ bezeichnen:
- Food Grade Ethanol: Enthält keine technischen Verunreinigungen, verdampft sicher.
- Gezielte Decarboxylierung: Andere Zeit/Temperatur für THC-dominante Blüten als für CBD.
- Sicheres Verdampfen: Ohne offene Flamme, an einem gut belüfteten Ort.
- Vollspektrum: Nicht übermäßig raffiniert (keine Winterisierung), damit kleinere Cannabinoide und Terpene enthalten bleiben.
- Realistisch kommunizierte Wirkungen: Wird nicht als Wundermittel verkauft, sondern als sehr starker, experimenteller Extrakt, der auf vielen Anekdoten, aber wenigen klinischen Studien beruht.
Schritt für Schritt: Vollständiger Cannabisextrakt (FECO/RSO) – Sicheres Hausrezept
Wichtiger rechtlicher Hinweis: In vielen Ländern, einschließlich mehrerer EU-Mitgliedstaaten, ist die Herstellung von Extrakten mit hohem THC-Gehalt verboten. Diese Beschreibung dient ausschließlich Bildungszwecken. Jeder ist für die Gesetze seines eigenen Landes und seine eigenen Entscheidungen selbst verantwortlich.
1. Grundmaterial und Lösungsmittel
Sie benötigen:
- Cannabisblüten oder Trim – THC-dominant, CBD-dominant oder gemischt (je nach gewünschtem Profil).
- Lebensmitteltauglicher Getreidealkohol, mindestens 150 Proof, idealerweise 190–200 Proof (Everclear oder entsprechende Alternative).
- Hitzebeständige Glasgefäße (Einmachgläser), Backofen, Backblech, Backpapier/Alufolie.
- Filter (Kaffeefilter, Mullbinde, feines Sieb).
- Elektrische Kochplatte, Reiskocher oder Wasserbadsystem, das auf niedrige Hitze eingestellt werden kann.
- Gut belüfteter Raum, Feuerlöscher.
- Glas- oder Kunststoffspritzen zur Lagerung.
2. Decarboxylierung (Aktivierung)
Die Decarboxylierung darf nicht ausgelassen werden, wenn THCA zu $\Delta^9$-THC und CBDA zu aktivem CBD werden soll.
Richtwerte (achten Sie genau auf die tatsächliche Temperatur Ihres Ofens):
- THC-Blüten (THCA → THC): ca. 115 °C für ~40–45 Minuten.
- CBD-Blüten (CBDA → CBD): ca. 116 °C für ~90 Minuten.
- Bei gemischtem Profil wird oft ein Mittelweg gewählt (z. B. 116 °C, 60–75 Minuten).
Schritte:
- Die getrockneten Blüten grob zerkleinern (muss nicht zu Pulver gemahlen werden).
- Auf einem Backblech auf Backpapier oder locker abgedeckt in einem Glas verteilen.
- Den Ofen kalt starten, auf 115 °C einstellen und für die oben genannte Dauer im Ofen lassen.
- Nach dem Ausschalten langsam im Ofen abkühlen lassen.
3. Tinkturherstellung – zwei Hauptschulen: „Green Dragon“ vs. Schnelle Wäsche (Quick Wash)
Der nächste Schritt ist die Herstellung einer alkoholischen Tinktur, die dann zu FECO/RSO eingedickt wird.
Emily Kyle unterscheidet zwei Hauptmethoden, die sie auch durch Labormessungen verglichen hat:
- Green Dragon (längeres Einweichen, stärker, aber grüner, mehr Chlorophyll): Die decarboxylierten Blüten werden stunden- oder tagelang im Alkohol eingeweicht (oft gefroren), mit mehrmaligem Schütteln/Rühren.
- Golden Dragon / Schnelle Wäsche (QWET) (kürzeres Einweichen, hellere Farbe, weniger Chlorophyll): Alkohol und Pflanze werden vorgekühlt (Gefrierschrank). Intensives Schütteln/Rühren für ein paar Minuten, dann sofortiges Absieben.
Erfahrungen:
- Green Dragon → höherer Wirkstoffgehalt, aber dunklere, „pflanzlich schmeckendere“ Tinktur mit mehr Chlorophyll.
- Golden Dragon → etwas saubererer Geschmack, hellere Farbe, etwas weniger Chlorophyll; laut vielen mit ausreichendem Wirkstoffgehalt.
Kompromisslösung für FECO zu Hause:
- Die decarboxylierten, abgekühlten Blüten in ein Einmachglas geben.
- Mit kaltem Getreidealkohol übergießen, sodass die Blüten gut bedeckt sind.
- Verschließen und für 4–6 Stunden in den Gefrierschrank stellen, zwischendurch mehrmals schütteln.
- Anschließend durch ein sauberes Sieb (Mullbinde, Kaffeefilter etc.) in ein sauberes Glas abseihen.
- Wenn Sie eine noch höhere Ausbeute wünschen, können Sie mit derselben Pflanze eine zweite, kürzere Wäsche durchführen, die jedoch einen verdünnteren Extrakt ergibt.
4. Verdampfen des Alkohols – der gefährlichste Schritt
Hier kommt der kritische Sicherheitsteil. Hochprozentiger Alkohol ist extrem brennbar.
Grundregeln:
- **Keine offene Flamme:** Weder Gasherd, noch Zigaretten, noch funkenerzeugende Geräte!
- Nur elektrische Kochplatte, Reiskocher oder Wasserbad.
- Gut belüfteter Raum oder im Freien, Feuerlöscher in der Nähe.
Praktische Schritte:
- Gießen Sie die abgesiebte Tinktur in ein hitzebeständiges Glas- oder Metallgefäß (z. B. Reiskocher, doppelwandiges Gefäß, Wasserbad).
- Stellen Sie die Temperatur auf etwa 80–90 °C ein oder auf die „low/keep warm“-Stufe des Reiskochers, sodass der Alkohol langsam verdampft.
- Lassen Sie die Flüssigkeitsmenge allmählich reduzieren, während Sie gelegentlich vorsichtig umrühren.
- Wenn nur noch eine dicke, sirupartige, dunkelbraune/schwarze Substanz übrig ist, sind Sie fast fertig.
Überprüfung des Alkoholrestes (Flammtest):
- Tauchen Sie die Spitze eines sauberen Metallgegenstands (z. B. Büroklammer) in das Öl.
- Gehen Sie in einen anderen Raum mit guter Belüftung.
- Zünden Sie ein Feuerzeug in der Nähe des Endes der Büroklammer an.
- Wenn es aufflammt, ist noch Alkohol übrig → muss für ein paar Minuten wieder auf die Hitze.
- Wenn es nicht entzündet wird, ist der Alkohol praktisch verdampft.
5. Lagerung, Verdünnung, Anwendung
Das noch warme, dicke FECO/RSO können Sie:
- In Glas- oder Kunststoffspritzen (ohne Nadel) aufziehen.
- Oder in ein kleines, dunkles Fläschchen kratzen.
Möglichkeiten zur Verdünnung:
- Sie können es im Verhältnis von etwa 1:1 mit MCT- oder Olivenöl mischen, um es in einer Pipettenflasche einfacher dosierbar zu machen.
- Oder es kann reines, unverdünntes FECO/RSO bleiben, wenn Sie „reiskorngroße“ Dosen aus der Spritze drücken möchten.
Anwendungsformen (allgemeiner, nicht medizinischer Rat):
- Oral, geschluckt, mit Speisen vermischt oder in Kapseln gefüllt.
- Sublingual, in sehr kleinen Mengen auf das Zahnfleisch oder unter die Zunge gelegt.
- Topisch, auf die Haut aufgetragen.
Warum ist RSO/FECO so widersprüchlich?
Weil:
- Tausende von Anekdoten berichten, dass sich die Symptome (Schmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, manche verwenden es auch bei Krebs) unter RSO/FECO verbessert haben.
- Gleichzeitig gibt es keine großen, kontrollierten klinischen Studien, die eindeutig belegen würden, dass es z. B. Krebs allein auf standardisierte Weise „heilt“.
Daher gilt:
- Es gilt nicht als offizielle Therapie.
- Es ersetzt keine ärztliche Behandlung.
- Und jeder experimentiert damit auf eigene Verantwortung.
Die von mir im Rezept verwendeten Sorten (Originaltext):
- Kritital K – 23.80 g
- Panama Bangi Haze – 19.30 g
- Supreme Lemon – 12.40 g
- Mexicani Sativa – 16.70 g
- Kritikal Bilbao – 5.30 g
- Sativa Dream – 12.80 g
- Velvet Moon – 5 g
- Purple Crack – 10 g
- GMO – 5 g
- Lila Cookie – 5 g
- Triple Chip Chialet – 25 g
- OG Kush – 50 g
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