La Macedonia | Pure Instinto | Das ganze Leben einer Pflanze

La Macedonia | Pure Instinto | Das ganze Leben einer Pflanze

La Macedonia – eine Genetik, die spricht

La Macedonia ist eine echte „Statement“-Genetik – nicht nur optisch, sondern auch im Charakter. Schon in den ersten Wochen zeigt diese Sorte, dass man es hier nicht mit einem gewöhnlichen Hybrid zu tun hat: dicker Stamm, markante Blattform, schnelle Reaktion auf Licht und Nährstoffe. Den gesamten Zyklus habe ich indoor unter Mars Hydro LED, in Coco-Substrat und mit der Canna Coco Nährstofflinie durchgeführt. Geerntet wurde die Pflanze in der Mitte der 8. Blütewoche.

Dieser Blog verfolgt drei Ziele:

  • Education – was diese Genetik wirklich kann,
  • Produktempfehlung – warum es sich lohnt, mit ihr zu arbeiten,
  • persönliches Grow-Tagebuch – meine Erfahrungen als Grower.

Über den Züchter – Pure Instinto

Pure Instinto ist eine spanische Seedbank, die sich auf die europäische Adaption moderner, amerikanisch inspirierter „Exotic“-Genetiken spezialisiert hat. Ihre Philosophie ist nicht Massenproduktion, sondern die Erschaffung einzigartiger, charakterstarker Sorten.

Das Team arbeitet an Kreuzungen, bei denen:

  • die visuelle Erscheinung (Farbe, Struktur, Harzproduktion),
  • das Geschmacks- und Terpenprofil,
  • sowie die Anbaustabilität

gleichermaßen im Fokus stehen.

La Macedonia gehört zur Exotic Line – diese Linie richtet sich an Grower, die nicht „nur“ Ertrag wollen, sondern ein Erlebnis. Schon der Anblick der Pflanze ist inspirierend. Kein Wunder, dass diese Sorte bereits in der Vegetationsphase eine starke Persönlichkeit zeigt.

Die Anbauumgebung

  • Umgebung: Indoor-Grow
  • Beleuchtung: Mars Hydro LED
  • Substrat: Coco
  • Nährstoffe: Canna Coco Linie
  • Temperatur: tagsüber ~23–24°C, nachts ~18–19°C
  • Luftfeuchtigkeit: 35–40%
  • Erntezeitpunkt: Mitte der 8. Blütewoche

Die Kombination aus Coco-Substrat und Canna-Nährstoffen passte perfekt zu dieser Genetik. Die Pflanze reagierte schnell auf jede Feinjustierung – EC, pH-Wert, Gießrhythmus – und vermittelte während des gesamten Zyklus den Eindruck eines „lebenden“, kommunizierenden Organismus. Sie wuchs nicht nur – sie antwortete.

Frühe Entwicklung – von der Keimung bis zur Vegetation

Bereits im Keimlingsstadium war klar: Das ist keine „graue Maus“. Dicker Hypokotyl, sattgrüne Blätter, klare Wuchsrichtung. In der Vegetationsphase zeigten sich:

  • schnelle Seitentriebbildung,
  • ein kräftiger Hauptstamm,
  • kompakte Internodienabstände

Aggressives Training war nicht nötig – die Pflanze entwickelte von selbst eine harmonische Struktur. Der leicht dunklere Blattton ließ bereits erahnen, dass in der Blüte mit Farbspielen zu rechnen ist. 

Blüte – wenn sie ihr wahres Gesicht zeigt

In den ersten Blütewochen streckte sich die Pflanze, jedoch kontrollierbar. Ab Woche 3–4 begann sie:

  • kompakte Blüten zu formen,
  • eine intensive Trichombildung zu entwickeln,
  • an den Blatträndern violette Nuancen zu zeigen.

Ab Woche 6 war klar: Diese Genetik ist nicht nur schön, sondern „leuchtend“. Das Harz setzte sich sogar auf die Blätter. Die Sugar Leaves wirkten, als wären sie mit Puderzucker bestäubt.

In der Mitte der 8. Woche wurde geerntet. Zu diesem Zeitpunkt:

  • waren die meisten Stigmen bereits gebräunt,
  • die Trichome überwiegend milchig mit einzelnen bernsteinfarbenen Köpfen,
  • das Terpenprofil vollständig entfaltet.

Im Geruch zeigte sich ein komplexer, tiefer, würzig-fruchtiger Charakter mit leicht erdiger Basis. Nicht laut – eher „ernst“


Smoke-Erlebnis – wenn die Pflanze spricht

Mit La Macedonia zu arbeiten war ein durchgehend kreatives Erlebnis. Es war nicht nur Anbau, sondern Dialog. Eine Genetik, die inspiriert – in Form, Farbe und Reaktion. Jeden Tag gab sie Feedback. Und als der Moment kam, in Rauchform zu sprechen, hielt sie genau das Versprechen, das sie zuvor gemacht hatte.

Schon der erste Zug verrät: Das ist kein Alltagsmaterial.

Der Rauch ist dicht und zugleich seidig. Er kratzt nicht, brennt nicht – er streichelt. Das Geschmacksprofil entfaltet sich in Schichten:

  • zuerst eine frische, mentholartige Kühle,
  • danach eine klare, pfeffrige Würze,
  • im Abgang eine schokoladig-kirschige Tiefe,
  • verbunden durch eine feine, vibrierende Süße.

Das ist keine laute Terpenbombe. Eher ein intelligenter, eleganter Charakter. Wie gut komponierte Musik: Nicht eine Note dominiert, sondern das Gesamtbild wirkt.

Die Wirkung ist ebenso vielschichtig. Sie schlägt nicht ein. Zuerst kommt ein klarer, leichter Fokus – als würde sich der Raum im Kopf ordnen. Gedanken rasen nicht, sie strukturieren sich. Danach folgt ein sanftes Körpergefühl: Wärme im Brustbereich, Entspannung in den Muskeln, ohne festzukleben.

Das ist der Rauch, mit dem man erschaffen kann. Zeichnen. Schreiben. Planen. Er zerlegt nicht – er setzt zusammen.

Pfeffrig, minzig, schokoladig, kirschig, vibrierend. Ich liebe es.

Es war ein großes Erlebnis, mit ihr zu arbeiten. Es war kreative Arbeit. Und am Ende stand ein Smoke-Erlebnis, das man wirklich lieben kann.

Du rauchst sie nicht nur. Du verbindest dich mit ihr. 


Fazit – für wen ist La Macedonia?

Diese Sorte ist für alle, die:

  • nicht nur Ertrag, sondern Erlebnis suchen,
  • visuelle Besonderheiten schätzen,
  • mit einer Pflanze „zusammenarbeiten“ wollen – nicht nur füttern.

La Macedonia ist keine Einsteiger-„reinwerfen-und-wächst“-Genetik. Doch wer die Pflanze bereits versteht, findet hier einen echten Partner. Sie belohnt Aufmerksamkeit, kommuniziert, reagiert – und schenkt am Ende eine Blüte, die schon beim Anblick eine Geschichte erzählt.

Das ist kein Industrie-Cannabis.
Das ist ein Charakter.
Eine Persönlichkeit im Zelt.


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